Das Bundesamt für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), die Europäische Union und SAGES, die Sozialgenossenschaft arbeiten im ESF-Plus Programm BELL zusammen! Zwischen dem 1.3.2026 und dem 31.3.2028 werden DNA-Die Neuen Alten, Dr. Nils Adolph und Marta Orsos dafür mit knapp 200.000 € gefördert. Neugierig? Jetzt Ideen einbringen oder den Rundbrief abonnieren und auf dem Laufenden bleiben.
Am 26. August 2024 veröffentlichte das BMFSFJ die Förderrichtlinie zum ESF Plus-Programm BELL und damit das erste Förderprogramm, das gezielt für ältere Menschen die Potenziale lebenslangen Lernens erschließt. Hintergründe des Programms sind folgende:
- „Lebenslanges Lernen“ endet in Deutschland meist mit der beruflichen Weiterbildung. Dabei besteht auch jenseits des Erwerbslebens Bedarf an passenden Bildungsgelegenheiten.
- Wenn schon nach dem aktiven Berufsleben gelernt wird, dann verstärkt das oftmals eine strukturelle Ungleichheit: Erreicht werden überwiegend ressourcenreiche Neue Alte. Sie bilden sich weiter und hängen diejenigen ohne Ressourcen weiter ab.
Mehr Hintergünder dazu ergeben sich auch dem 9. [Link] und bald auch der 10. Altersbericht der Bundesregierung [Link].
Ziele der Förderung von BELL
Generelles Ziel des Programms ist es, die Aktivitäten älterer Menschen im Bereich Bildung zu intensivieren. Diese Intensivierung wird an vielen Orten in Deutschland gleichzeitig in dreierlei Hinsicht präzisiert:
- Es sollen mehr Bildungsgelegenheiten angeboten werden.
- Bildungsgelegenheiten sollen besser zur Zielgruppe passen, d. h. Projekte und Themen sollen besser zu den Präferenzen und Kompetenzen der Neuen Alten passen.
- Bildungsgelegenheiten sollen inklusiv und divers gestaltet sein, um diejenigen älteren Menschen zu berücksichtigen, die der Bildung eher fernstehen.
Damit will das Programm nicht nur einen Beitrag leisten, um die gesellschaftliche Teilhabe Älterer zu verbessern, sondern auch helfen, ihre Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität zu erhalten. Besonders hervorzuheben ist dabei die Anerkennung älterer Menschen als aktive Wissensvermittelnde – und gleichzeitig als Lernende. Damit wird im Erfahrungswissen des Alters ein gesellschaftlicher Wert erkannt.
Angenommene Motive der älteren Teilnehmenden
Da das Bildungsinteresse älterer Menschen zumeist nicht mehr dem beruflichen Vorankommen dient, enthält die Richtlinie eine differenzierte Beschreibung dessen, was ältere Menschen zum Lernen bewegt:
- Kompetenzerweiterung,
- sinnhaftes Gestalten der nachberuflichen Lebensphase,
- Schaffen und Pflegen befriedigender intergenerationeller und interkultureller Beziehungen,
- Nachholen früherer Bildungsinteressen,
- „geistig fit bleiben“ und
- Entdecken eigener Potenziale zum freiwilligen Engagement.
Dahinter liegt auch die nicht unberechtigte Hoffnung, dass Ältere durch Innovationen und freiwilliges Engagement Versorgungslücken mitschließen helfen. In jedem Fall tragen Bildungsaktivitäten im Alter zu Kompetenz- und Persönlichkeitsentwicklung sowie zur Gesundheit bei. Wer sich bildet, erfährt soziale Teilhabe und kann auch politisch etwas bewegen. Ob Bildung freiwilliges Engagement in nennenswertem Umfang fördert und Versorgungslücken schließen kann, bleibt indes abzuwarten.
Fördermodalitäten BELL
Bei SAGES, der Sozialgenossenschaft, setzen sich also zwischen dem 1. März 2026 und dem 31. März 2028, Dr. Nils Adolph und Marta Orsos zusammen mit einer 80%-Stelle für die genannten Ziele ein (siehe auch diese Pressemitteilung). Derzeit planen Nils und Marta, zu den bereits laufenden Projekten von DNA – Die Neuen Alten noch mindestens neun weitere aufzunehmen. Schauen Sie bei einer der Gelegenheiten vorbei, bringen Sie Ihre eigene Idee ein und lassen Sie sich in jedem Fall über unseren 14-tägigen Rundbrief auf dem Laufenden halten.
Auf gutes Gelingen!
